Die Schnittstelle macht’s: Besuch bei einer Gemüseverarbeitung in Friesenheim
Bei den beiden Veranstaltungen der Bio-Musterregionen Mittelbaden+ und Freiburg am 7. und 8. Juli besuchten Küchenverantwortliche von Baden-Baden bis Freiburg den Frische Service in Friesenheim. Sie nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Gemüsevorverarbeitung zu werfen und mit dem Frische Service ins Gespräch zu kommen.
Bio-Angebot und Nachfrage gemeinsam weiterentwickeln
Die Zusammenarbeit zwischen der Vorverarbeitung und den Küchen wünscht sich Zimmermann fair und auf Augenhöhe. Dafür trifft er mit jedem Abnehmer individuelle Absprachen, um täglich eine frische Lieferung in der Frühe zu garantieren.
Ein wichtiges Thema war der derzeit noch geringe Anteil an Bio-Produkten in der Verarbeitung des Frische Service, was jedoch nicht am mangelnden Angebot bio-regionaler Produkte liegt. Umso erfreulicher war, dass Zimmermann den Küchen ein attraktives Angebot vorstellte, das die Ausweitung des Bio-Anteils erleichtern kann.
Jetzt sind die nächsten Schritte gefragt
Dabei stellten wir fest, dass Bio leichter geht als viele denken: So besagt die Bio-Zertifizierung für die Außer-Haus-Verpflegung z.B. nur, dass Bio-Produkte eingesetzt werden, unabhängig von deren Mengen.
„Nach langem Zögern ging die Bio-Zertifizierung im Endeffekt ganz schnell. Auch die Zusammenarbeit mit der Kontrollstelle war sehr gut.“
Alex Staude, Magna Catering
Viele Fördermöglichkeiten für mehr Bio
Um leichter den Bio-Anteil in Küchen zu erhöhen, gibt es die RIBE-AHV, mit der Küchen eine individuell auf ihre Situation angepasste Unterstützung mit bis zu 90%iger Förderung erhalten. Oft unterstützen die Berater*innen schon bei der Antragstellung.
Nun gilt es, die gewonnenen Impulse in die Praxis zu übertragen. Jede Bestellung regionaler Bio-Produkte trägt dazu bei, deren Angebot weiter auszubauen. Die Bio-Vorverarbeitung in der Region ist nur der erste wichtige Schritt dafür. „Zu teuer“ ist ab jetzt keine Ausrede mehr!