Am 06.05. fand unser Hülsenfrüchte-Tag in der Ökostation statt. Besucherinnen und Besucher erwarteten spannende Vorträge, Verkostungen und viele anregende Gespräche rund um die Vielfalt der Hülsenfrüchte.
Trotz eines holprigen Starts – die ersten beiden Referentinnen blieben mit dem Auto liegen – konnte die Veranstaltung mit nur wenigen Minuten Verspätung beginnen.
Den ersten Vortrag hielt Sofie Holstein vom LTZ Augustenberg. Sie vermittelte spannende Einblicke in die Bedeutung von Hülsenfrüchten für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt.
Besonders bemerkenswert waren zwei Zahlen:
Dabei sind Hülsenfrüchte proteinreich, sättigend und wertvoll für Boden, Tier und Mensch. Früher galten sie als wichtiges Grundnahrungsmittel. Mit der Industrialisierung und dem steigenden Wohlstand wurde Fleisch jedoch zunehmend günstiger und beliebter – der Anbau von Hülsenfrüchten ging entsprechend zurück.
Im zweiten Vortrag ging es um die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten von Hülsenfrüchten. Auch dieser Vortrag wurde von Sofie Holstein übernommen, da Franziska Stöhr, Regionalmanagerin für Baden-Württemberg am LTZ Augustenberg, weiterhin auf den Abschleppdienst warten musste.
Eine interessante Zahl aus dem Vortrag:
Nur etwa 15,3 Prozent der geernteten Hülsenfrüchte werden tatsächlich für die menschliche Ernährung genutzt (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Ein Grund dafür ist die aufwendige Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie. Dabei lassen sich aus Hülsenfrüchten zahlreiche Produkte herstellen, zum Beispiel:
Natürlich eignen sich Hülsenfrüchte auch ganz klassisch für Salate, Suppen oder Eintöpfe.
Im dritten Vortrag erklärte Andreas Probst von abeentoo die Herstellung von Tempeh.
Dabei wurde deutlich, dass für die Produktion speziell vorbereitetes Soja benötigt wird. Nicht alle Betriebe können dieses liefern, da dafür besondere Maschinen erforderlich sind.
Ein interessanter Fun Fact aus dem Vortrag: Bei der Tempeh-Herstellung bei abeentoo werden die Häutchen der Sojabohnen entfernt. Dadurch entstehen später weniger Blähungen, da die schwer verdaulichen Stoffe hauptsächlich in den Schalen sitzen.
Auch die Kinder hatten beim Hülsenfrüchte-Tag viel Spaß. In der Ökostation konnten sie Bohnen in Zeitungstöpfchen pflanzen und kleine Experimente zum Mitnehmen durchführen – darunter Bohnen im Gipswürfel.
Neben den Vorträgen gab es natürlich auch zahlreiche Kostproben. Von Linsendal über Hummus bis hin zu Kichererbsen-Blondies wurde die kulinarische Vielfalt der Hülsenfrüchte vorgestellt. Alles lecker zubereitet von Sarah Engelmann.