Am 22. Januar ist eine kleine Delegation an Mitarbeitenden, Sprecher*innen und ehrenamtlich Aktiven des Ernährungsrats nach Basel gefahren. Dort waren wir zu einem Austausch mit der Basler Markthalle und dem Shared Kitchen Projekt eingeladen. Initiiert und begleitet wurde das Treffen von Prof. Michael von Kutzschenbach, der zusammen mit Ananda Wyss die Basler Shared Kitchen von Seiten des Insituts für Unternehmensführung der Fachhochschule Nordwestschweiz wissenschaftlich begleitet.
Als ersten Programmpunkt führte uns Christoph Schön, Mitgründer und heute im Verwaltungsrat der Markthalle, durch das imposante Kuppelgebäude und berichtete über den Weg vom früheren B2B Frischwaren-Umschlagplatz bis zur Gründung der Markthallen AG Basel und der erfolgreichen Wiederbelebung des Ortes als Begegnungsort rund um gutes Essen.
Anschließend gingen wir in die „Kochnische“ – einen Raum mit Küchenelementen und großem Tisch im hinteren Teil der Markthalle – und konnten uns dort in angenehmer Atmosphäre ausführlich austauschen. Zunächst stellen wir von Freiburger Seite kurz die Entstehung und aktuellen Entwicklungen des „HOF“-Projektes vor. Mit dem „HOF für Ernährung & AgriKultur“ möchten wir ein Haus der Ernährung für Freiburg und Region schaffen, das gutes Essen für alle greifbar macht: durch Vernetzung, Bildung und Genuss.
Hier konnten Christoph Schön und Thomas Keller, die beide für das Projekt „Food Factory Basel“ aktiv sind, sehr gut anknüpfen. Für die Food Factory gab es bereits sehr konkrete Bestrebungen, diese gleich sehr umfassend an einem festen Ort aufzubauen. Letztendlich wurde jedoch ein anderer Weg eingeschlagen: Leerstände in bereits ausgestatteten Profiküchen nutzen und so niederschwellig mit einem ersten Baustein der Food Factory starten – nämlich der Shared Kitchen.
Das Shared Kitchen Projekt ist im Juni 2025 gestartet und wurde uns daraufhin von Vlad Daniel Savin, der es seitdem koordiniert, vorgestellt. Das Projekt ist im letzten Jahr mit einer ersten Küche gestartet, die Foodpreneurs im Rahmen einer Mitgliedschaft bei der Food Factory und zu bestimmten Zeitslots anmieten und für ihr (entstehendes) Business nutzen können. Die erste Küche ist mittlerweile voll ausgelastet und es gibt eine Warteliste – das Modell zeigte sich also schnell erfolgreich.
Als letzten Programmpunkt konnten wir dann noch Küchenräumlichkeiten besichtigen, die ein paar Gehminuten von der Markthalle entfernt sind und wo sich das Shared Kitchen Projekt in Kürze ausweitet. Hier werden mehrere Küchenanteile für sechs weitere Foodpreneurs zur Verfügung stehen. Wir sind schon gespannt diese Entwicklung nun im Blick zu behalten.
Zum Abschluss genossen wir noch ein paar Leckereien von den Essensständen der Markthalle, die sich zwischenzeitlich gut gefüllt hatte. Ein Highlight: am Pop-up-Stand war an diesem Abend ein Foodpreneur aus der Shared Kitchen im Einsatz, der dort neapolitanisches Streetfood anbot – lecker 🙂
Der Ausflug aus Basel hat sich für uns voll gelohnt und wir sind mit guten Ideen und jeder Menge Inspiration wieder nach Hause gefahren. Und es war natürlich toll zu sehen, dass es nicht weit entfernt ebenso engagierte Menschen gibt, die sich für ein nachhaltiges Ernährungssystem bei sich vor Ort einsetzen. Als Fortsetzung des Austauschs planen wir nun, eine Basler Delegation in Freiburg zu begrüßen.
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