Hof für Ernährung und AgriKultur

Mitten in Freiburg soll ein „HOF für Ernährung und AgriKultur“ entstehen, das der Ernährung und alle ihren Facetten ein Zuhause gibt. Es widmet sich der Förderung von regionalen Strukturen, Austausch von Wissen und Ausbau der Netzwerke zu regionaler Ernährung. 

Das HOF für Ernährung und AgriKultur ist das Haus der Ernährung für Freiburg und Region. Es macht gutes Essen für alle greifbar – durch Vernetzung, Bildung und Genuss.

Gutes Essen für alle – was bedeutet das für uns?

Essen, dass die Menschen gesund hält, zufrieden und glücklich macht, die Seele satt macht, Biodiversität aufbaut, regionale Strukturen fördert, Böden wieder gut macht und Menschen würdige Arbeit gibt.

Für Alle heißt für uns: für alle Altersgruppen unabhängig von Herkunft, Gender, Hautfarbe, Einkommen und Bildungsgrad und dass gutes Essen für all diese Menschen leistbar und verfügbar ist.

Wie machen wir das?

Vernetzung: mehr Wissen teilen unter den Akteursgruppen, Hilfe zur Selbsthilfe leisten, Menschen befähigen aktive Entscheidungen zu treffen und aktiv zu werden. Das machen wir durch Netzwerktreffen und Nutzung der Räumlichkeiten von verschiedenen Gruppen (Co-Working). Die Gastroküche kann von verschiedenen Personen genutzt werden.

Bildung: Mehr Ernährungskompetenz aufbauen durch Workshops mit Schulklassen, mit Eltern und Kindern, und anderen Veranstaltungsformaten – für ein selbstbestimmtes Leben und Entscheidungskompetenz.

Für Profis aus der Außer-Haus-Verpflegung bieten wir Fortbildungen an, denn sie sind der Hebel für mehr Klimaschutz und Biodiversität in der Landwirtschaft. 

Genuss: Essen hält Leib und Seele zusammen und bringt alle Menschen an einen Tisch. Wir schaffen einen Ort, an dem gemeinsam gegessen, getrunken und gelacht wird, an dem Menschen sich wohl fühlen und gemeinsam aktiv werden können. An dem auf Sommerfesten , Feierabendevents und Wintermärkten gefeiert und getanzt wird. Und an dem immer gut gegessen werden kann.

Das Vorderhaus in der Fabrik für Handwerk, Kultur und Ökologie e.V. bietet nun sehr gute Bedingungen mehrere Bausteine aus dem Konzeptpapier des HOF als PopUp umzusetzen. Wir sehen dort u.a. Möglichkeiten für Veranstaltungen, Fortbildungen für Profis, Workshops für Schulen, Kochkurse und eine Zusammenarbeit mit dem Bauernmarkt und den bereits ansässigen Initiativen der Fabrik. Vom 1. April bis Ende Juli sind wir nun Pächter*innen der Räumlichkeiten und haben für euch ein vielfältiges kulinarisches Programm zusammengestellt. Im Rahmen der AgriKulturwochen zeigen wir, was ein HOF in Freiburg bieten könnte. 

Vom Kochkurs mit Eltern und Kindern (2.7., 14:30 Uhr) über eine Küche für Alle (8.7. ab 17 Uhr), eine Kräuterwanderung mit anschließendem Kochkurs (6.7. 9:30 Uhr), einen Vortrag zu Unverpackt Läden (16.7. 19 Uhr) und einem Dinner für die Gastro und Landwirtschaft (18.7.) ist für alle was dabei. Mehr Infos findet Ihr im Programm der AgriKulturwochen.

Herzlich möchten wir euch auch zum Feierabend im HOF einladen! Jeden Donnerstag (ab 17 Uhr) und Freitag (ab 18 Uhr) bis Ende Juli öffnet Eure regional-ökologische Sommerkneipe den Kiosk und den Innenhof der Fabrik für kalte Getränke, kulinarische Snacks und gute Gespräche. Wir freuen uns auf Euch!

Und wir bündeln und sammeln schon jetzt spannende Angebote für Gastronomie und Landwirtschaft. Wenn Du Interesse hast, dann melde Dich für unseren Newsletter an! Achtung: Falls es nicht klappt, probiere es mit einem anderen Browser. Wir haben die Rückmeldung bekommen, dass  manchmal der Addblocker zu stark ist.

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Vernetzung durch das HOF

Das Konzeptpapier

Die Grundidee eines HOF für Ernährung und AgriKultur (ehemals House of Food) wurde Ende 2019 in einer Projektskizze vorgestellt und sowohl auf lokalpolitischer als auch auf Landesebene gut angenommen. Dank eines Auftrages des Umweltschutzamtes der Stadt Freiburg und einer Förderung durch die Postcode-Lotterie, wurde von einem engagierten Team des Ernährungsrates eine Konzeptstudie ausgearbeitet. Basierend auf intensiver Recherche und Expert*innen-Interviews wurden sechs Wirkungsfelder des HOF identifiziert, ein Überblick über rechtliche Aspekte, Beteiligungsformen der Stadt Freiburg sowie eine Analyse im Hinblick auf die Akzeptanz und Machbarkeit eines HOF erarbeitet. Parallel zur konzeptionellen Arbeit wurden erste Pilotprojekte durchgeführt.

Die Konzeptstudie ist hier abrufbar.

Die Umsetzung

Um den Boden für ein HOF für Ernährung und AgriKultur vorzubereiten, steht das Projekt im Austausch mit vielfältigen Akteur*innen des Ernährungssystems in Freiburg und Region – von Landwirtschaft, Vertrieb, Gastronomie, Verwaltung bis hin zu den Bürger*innen.

Um in die Umsetzung zu kommen planen wir für 2024 PopUp HOFs in Freiburg. Seid gespannt! Wenn ihr also Räume und Küchen kennt, wo wir aktiv werden könnten und Veranstaltungen machen könnten, dann meldet euch gerne bei uns!

Projektteam: Lea Bartels, Eva Coydon

Kontakt: hof@ernaehrungsrat-freiburg.de

Zukünftige Veranstaltungen

13.11.2023  15 bis 16:30 Uhr: Austausch: „Gastro hier und heute: Zukunftsperspektiven der Mehrwertsteuererhöhung“ im Vorderhaus der Fabrik

15. und 16.11.2023: Austausch mit anderen Initiativen, die ähnliche Projekte in anderen Städten/ Regionen umsetzen wollen

15.12.2023 15 bis 21 Uhr: Wintermark im Weingut Dilger mit HOF Projektpartner*innen

17.12.2023 18 Uhr: Abendbrot mit Estella Schweizer, Gastro-Coach und Klimaköchin in der Friedrich in Kooperation mit dem CoKulinarium

Auswahl bisheriger Praxisprojekte und Aktivitäten:

  • Gastro Erzählcafé mit Martina Vogl vom Voglhaus Konstanz zu Gast am 17.07.2023 zu den Themen Nachhaltigkeit, klimafreundliche Küche, Gemeinwohlbilanzieurung
  • Gastro Austausch im Jacobi Freiburg zu verschiedenen Themen am 25.09.2023
  • Stammtisch für Gründer*innen aus der Landwirtschaft am 26.09.2023
  • Verschiedene Workshops auf dem Agrikulturfestival 2023
  • Gespräche mit verschiedenen anderen Initiativen aus Deutschland, die ähnliche Projekte vorhaben

Finanzielle Unterstützung

 

Das Konzeptpapier entstand im Auftrag des Umweltschutzamtes der Stadt Freiburg. Durch den Zukunftsfonds der Stadt Freiburg werden im Moment die Projektstellen finanziert.

 

 

Die Vorbereitung der Umsetzung wird unterstützt vom Umweltschutzamt der Stadt Freiburg und der Heidehof Stiftung.

Die Veranstaltungen werden gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie.