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LebensMittelPunkte

Die LebensMittelPunkte wollen so viele Umwege wie möglich überwinden und wieder einen direkteren Bezug zwischen den Konsumierenden und den in der Region ansässigen landwirtschaftlichen und verarbeitenden Betrieben herstellen. Die kleinen, stadtteilbezogenen multifunktionalen Orte sollen dazu dienen, regionale Lebensmittel auf direktem Wege zu vermarkten.

Die Region Freiburg bietet eine große Bandbreite bester regionaler Lebensmittel, von der Rheinebene über den Kaiserstuhl bis zu den Schwarzwald-Höhenlagen – und dennoch werden nur maximal 20% der hier konsumierten Lebensmittel aus der Region direkt bezogen.

Für diesen Widerspruch sind unter anderem die fehlenden Strukturen für eine einfache lokale Versorgung und einen sicheren Absatzmarkt vor der Tür verantwortlich. Diese will das „Netzwerk der LebensMittelPunkte“ gemeinsam mit den Akteur*innen des Ernährungssystems ausbauen, aufbauen und sichern, sodass alle Menschen in der Region Zugang zu sozial-ökologisch produzierten Lebensmitteln erhalten und die Produktion und Verarbeitung dieser zukunftsfähig und gesichert wird.

Was sind die LebensMittelPunkte (LMP) und das LMP-Netzwerk?

  • Multifunktionale Räume zur flächendeckenden Versorgung mit sozial-ökologischen Lebensmitteln in einem regionalen Netzwerk – Synergie aus umfassender Versorgung und soziokulturellem Angebot
  • Werden durch die Nachbarschaft gestaltet und sind daher unterschiedlich in Rechtsform, Finanzierung, Angebot und Organisation
  • Bieten sichere Absätze für Erzeuger*innen durch faire Verträge, attraktive Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Region, Gestaltungsmöglichkeit/Teilhabe an der Ernährungswende für alle Akteur*innen und die Zivilgesellschaft
  • Mitglieder-Initiativen im LMP-Netzwerk treffen sich 4x jährlich, um die weitere Entwicklung und Zusammenarbeit zu planen und kommunizieren gemeinsam alle Aktivitäten der einzelnen Initiativen nach außen
  • Arbeiten nach den 4 Leitzielen Förderung lokaler und solidarischer Ökonomie, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit, Partizipation
  • Förderung lokaler und solidarischer Ökonomie: Herstellung, Verarbeitung sowie Verkauf von Lebensmittel sollen innerhalb der Region erfolgen. Alle Glieder der lokalen Wertschöpfungskette werden ökonomisch gestärkt, die Zusammenarbeit intensiviert. Dies kann z.B. durch Kooperationen zwischen Landwirt*innen, gemeinsam genutzter Logistik, Zusammenarbeit der verschiedenen LMPe oder solidarische Einkaufsmodelle realisiert werden.
  • Ökologische Nachhaltigkeit: Herstellung und Vertrieb sollen ökologisch nachhaltig gestaltet sein. Das beinhaltet den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen in allen Schritten. Ökologische Formen der Landwirtschaft, kurze Transportwege von Erzeuger*innen zum LMP und vom LMP zu den Konsument*innen, Reduktion der Lebensmittelverschwendung sowie nachhaltige Verpackungsformen sind Wege, um dieses Ziel zu erreichen.
  • Soziale Nachhaltigkeit: Die LMP sollen ein Ort sein, der für alle Menschen zugänglich ist. Verschiedene Hintergründe in Bezug auf finanzielle Lage, Bildung, Herkunft, familiäre Situation sollen nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung betrachtet werden. Eine Diversität an Kund*innen sowie Arbeitnehmer*innen erfordert auch eine Diversität an Rahmenbedingungen (Barrierefreie Räumlichkeiten, Preisgestaltung, Öffnungszeiten, faire und familienfreundliche Arbeitsbedingungen u.v.m.)
  • Partizipation: Die LMP verorten sich jeweils in einem spezifischen Kontext des jeweiligen Stadtteils/Dorfs. Im Sinne eines partizipativen, demokratischen Ansatzes sollen Bewohner*innen/Kund*innen in die Gestaltung des LMP einbezogen werden. So entwickelt je nach lokalem Kontext und dem Engagement und den Bedürfnissen der Kund*innen jeder LMP sein spezifisches Profil mit hoher Akzeptanz.

Das Netzwerk der LMP steht dabei in enger Verbindung mit dem House of Food als Denkfabrik und Reallabor, wo wissenschaftliche und wirtschaftliche Partner gemeinsam an Lösungsansätzen und Innovationen für eine nachhaltige Ernährungswende arbeiten. Über öffentliche Veranstaltungen, bei denen Genuss, Kultur und Erfahren im Zentrum stehen, wird wieder eine Wertschätzung und Beziehung zu Lebensmitteln und ihrer Herkunft geschaffen.

Vorteile des Netzwerks der LebensMittelPunkte

  • Gemeinsam Lernen, Entwickeln und Wissen teilen in der Umstellung zu einem zukunftsfähigen Ernährungssystem
  • Kompetenzen bündeln und Synergien schaffen für eine attraktivere Arbeitswelt
  • Gemeinsame Strukturen wie Verarbeitung und Logistik aufbauen
  • Mehr Sichtbarkeit für die einzelnen Initiativen
  • Marktunabhängige Verbindlichkeit für mehr Sicherheit auf Produktions- und Verarbeitungsseite
  • Mitgestaltung der Agrar- und Ernährungswende durch die Zivilgesellschaft

Die Konzepte für die LebensMittelPunkte und das House of Food werden derzeit als Schlüsselprojekt für den europäischen RegioWIN Wettbewerb formuliert, geschärft und mit den zukünftigen Projektpartnern als konkrete Maßnahmen geplant. Sollte die Region Südlicher Oberrhein und das Schlüsselprojekt „HoF und LMP-Netzwerk“ im Februar 2021 ausgewählt werden können diese Maßnahmen ab 2022 in der Region Freiburg umgesetzt werden. Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten können Sie uns gerne einen Letter of Intent als Akteur*in des regionalen Ernährungssystems zuschicken!

Das aktuelle Kurzkonzept, das für den RegioWIN Antrag geschrieben wurde, dient als Ausgangsdokument mit dem ab Januar gemeinsam mit Initiativen und Betrieben aus der Region das Konzept für das Netzwerk der LebensMittelPunkte erarbeitet werden soll: https://cloud.ernaehrungsrat-freiburg.de/index.php/s/betdBb6joSnRk2L
Dazu findet im Vorfeld eine Bedarfsanalyse statt, um das Konzept möglichst nah an der Praxis und ihren Bedürfnissen zu entwickeln: https://www.surveymonkey.de/r/S7GGK9S

Wenn Sie gerne Teil des Netzwerks der LebensMittelPunkte sein oder mehr darüber erfahren möchten kontaktieren Sie uns gerne unter esther.wiese@ernaehrungsrat-freiburg.de

Im Auftrag vom Umweltschutzamt der Stadt Freiburg

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